Jubiläumsfeier der Kinderstiftung in Weilersbach

Jubiläumsfeier in Weilersbach

Ein Hauch von Indien wehte durch St. Anna Weilersbach als das 10-jährige Jubiläum der Kinderstiftung „Hoffnungsstrahl“ mit einem deutsch-indischen Fest gefeiert wurde. Von Pfarrer Thomas Muttam war sie 2016 in Kulmbach gegründet worden. Für die Pfarrei war es ein ganz besonderer Tag, den es so noch nie gab und der unter dem Motto „Franken begegnet Indien“ stand.

Es war eine Jubelfeier mit Begegnungen Farben, Musik und Genuss, über der eine spürbare herzliche Atmosphäre lag und sie zu einem unvergesslichen Erlebnis machte. Von einem Vorbereitungsteam war ein buntes Programm zusammengestellt worden, das schon in den Nachmittagsstunden begann und die Besucher ob groß oder klein zu Kaffee und Kuchen oder spannenden Spielestationen einlud. Wie Dosenwerfen,Tattoos, oder ein Entdeckerquiz, das spielerisch mit dem Wissen über Indien verbunden war. Ein Highlight für die Kinder war das Bilderbuchkino in der Bücherei, zu dem sie zahlreich gekommen waren. Schade dass das so liebevoll gestaltete Fest durch Blitz, Donner und Regenschauer die Besucherzahl am Nachmittag überschaubar gemacht hatte. Doch bekanntlich kommt nach Regen wieder Sonnenschein. Und so war es. Zum Festgottesdienst in den Abendstunden waren sehr viele Besucher gekommen, die bei sommerlichen Temperaturen anschließend im Kirchenhof einen Abend voller Kultur, Gemeinschaft und guter Laune bei einem deutsch-indischen Unterhaltungsprogramm sowie indischem Curry und fränkischen Bratwürsten genießen konnten. Unter ihnen waren auch Mitglieder des Stiftungsbeirates. Ein einzigartiges Erlebnis und Höhepunkt des Jubiläums war die 90-minütige „Heilige Messe“ in der vollen Wallfahrtskirche nach syro-malabarischem Ritus in deutscher Sprache. Bereichert mit Gesängen aus dem Gotteslob, die von St. Anna-Organist Rüdiger Knauer an der Orgel begleitet wurden, sowie Liedern der indischen Sänger, die mit dem von Pfarrer Muttam in seiner Heimatsprache gesungenen Schlusssegen für eine bewegende Atmosphäre gesorgt hatten. Nach einem farbenfrohen Einzug blickte Muttam in seinen Grußworten auf zehn Jahre Kinderstiftung, in der Kinder Zukunft bekommen haben, Hoffnung konkret wurde und Bildung bekamen. „Bildung sei das A & O, um den Kindern, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, eine Chance für ihr Leben zu geben.Was in diesen Jahren gewachsen sei, dafür danke er allen Menschen, die dies ermöglicht haben. So sei der Gottesdienst eine Stunde des Dankes, der Erinnerung und des Anvertrauens“ betonte der Geistliche. Die weltliche Stimmung im Kirchenhof war dann einfach großartig. Einen reizenden Auftritt bot die Kirchehrenbacher Kindertanzgruppe „Stäudla“ mit ihren fränkischen Volkstänzen bevor es rhythmisch und mittreissend wurde, als indische Tänzerinnen mit „Bollywood-Tänzen“ die Zuschauer begeisterten und das Musikanten-Duo Manfred Kemmerth und Gerhard Lissner mit Live-Musik und Gesang für eine stimmungsvolle Unterhaltung sorgten. Die Moderation hatte Bettina Drummer übernommen und führte locker und charmant durch den Abend. Zwischen den Darbietungen hatten Bürgermeister Michael Knörlein aus Kirchehrenbach sowie die beiden Vizebürgermeister Igor Lamprecht aus Leutenbach und Günter Hofmann aus Weilersbach zum Jubiläum mit anerkennenden Worten gratuliert. Dabei dankte Bürgermeister Knörlein Pfarrer Muttam und allen Verantwortlichen für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Ideen und ihre Leidenschaft für das Wohl von Kindern und Jugendlichen. Sie alle drei hatten auch Präsente mitgebracht, die im Sinne der Stiftung verwendet werden sollen. Abschließend und nach einigen weiteren Wortbeiträgen sagte Pfarrer Muttam einfach „allen“ danke, die zum Gelingen dieses besonderen Ereignisses in St. Anna beigetragen haben

Anm.
Der syro-malabarische Ritus, diese besondere Form der Liturgie, hat ihren Ursprung in Indien. Feierliche Gesänge, symbolreiche Gesten und eine besondere Atmosphäre des Gebets verleihen diesem Gottesdienst eine einzigartige spirituelle Tiefe. Der syro-malabarische Ritus verbindet östliche Tradition mit katholischem Glauben und eröffnet die Möglichkeit, Gottesdienst auf eine neue und bereichernde Weise zu erleben.

Text: Heidi Amon / 01. Juni 2026