Reise nach Indien 2017 – Bericht

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Nachfolgend ein Bericht von Teilnehmern der Indienreise vom 29. Januar bis 11. Februar 2017. Dieser Artikel erschien zuerst im „AKTUELL“ des katholischen Seelsorgebereichs „Kulmbach Stadt und Land“:

Nach der Reise im Jahr 2016 brach in diesen Wochen zum zweiten Mal eine bunt gemischte Reisegruppe auf, um den subtropischen Kontinent, die Heimat unseres Pfarrvikars Pater Thomas, zu besuchen und sich von diesem Land fesseln zu lassen.

Die Organisation lag wieder in den bewährten Händen von Pater Thomas und seinen Helfern – und alles klappte wie am Schnürchen.

Unsere Reise führte uns nach Delhi, Jaipur, Agra, Pune, Mumbai und Cochin, somit kreuz und quer durch das riesige Land.

Wir konnten dabei viele touristische Attraktionen bestaunen wie z.B. das Taj Mahal in Agra, das Gandhi-Museum und  mehrere ehemalige Paläste, aber wir suchten auch viele religiös bedeutsame Orte auf, wie den modernen Lotus-Tempel in der Nähe von Delhi oder in Kerala die Kirche, die der Hl. Thomas 52 n.Chr. gegründet hatte. Totale Entspannung war auf einer Fahrt mit einem Hausboot in den Backwaters von Kerala angesagt.

Daneben bekamen wir tiefe Einblicke in das Alltagsleben und die Handwerkskunst der Inder beim Besuch einer Teppichweberei, einer Firma, in der Einlegearbeiten (Intarsienarbeiten) in Marmor hergestellt wurden oder einer Wäscherei. Eine ganz besondere Faszination übte auf alle Teilnehmer sicherlich der ohrenbetäubende Lärm auf den indischen Straßen aus: fast ohne Verkehrsschilder und Ampeln regelt sich der Verkehr durch permanentes Hupen fast wie von selbst!

Pater Thomas hat uns natürlich auch seine persönlichen Stationen näher gebracht. Die benachteiligten Kinder der indischen Gesellschaft liegen ihm am Herzen, deshalb erlebten wir zwei Tage lang die segensreiche Arbeit seiner Ordensbrüder und –schwestern im Heim für behinderte Kinder in Snehalaya. Auch die Heime in Mumbai für Mädchen, das Strassenjungen-Heim  oder die Schule auf Rädern in den Slums gehörten ebenso zu unserem Programm wie das Zusammentreffen mit den Glaubensbrüdern der Franz-von-Sales Ordensgemeinschaft (wir hatten einen sehr schönen gemeinsamen Abend mit gutem Essen und viel Musik) oder der Besuch des Priesterseminars in Pune.

Sehr beeindruckt waren wir von der stets freundlichen Art und der Gastfreundschaft der Inder. Ganz deutlich wurde dies beim Besuch der Familie von Pater Thomas. Alle Familienmitglieder, die irgendwie die Zeit aufbringen konnten, waren angereist, um den Besuch aus Deutschland willkommen zu heißen. Nach dem reichlichen und wiederum sehr guten Essen fand zu unseren Ehren auch noch eine Tanzvorführung der heimischen Jugend statt, die uns allen sehr gut gefiel.

Am späten Nachmittag feierten wir zusammen mit Pater Thomas in seiner Heimatkirche einen Gottesdienst nach dem syromalabarischen Ritus. Im Anschluss daran waren wir zu einem Stehempfang durch den Pfarrer eingeladen und hatten Gelegenheit, uns mit den Gemeindemitgliedern zu unterhalten und auszutauschen.

Das Herausragende an unserer Reise mit Pater Thomas waren eben diese Begegnungen mit der Bevölkerung, die ein „Normaltourist“ nicht erleben wird. Ob im Kinderheim, in den Schulen und Familien, in der Pfarrei: wir waren einfach „mittendrin“  –  und das war spannend.

Die 14 Tage waren rappelvoll mit „Programm“, Verschnaufpausen waren sehr selten, aber als Gegenleistung haben wir sehr, sehr viel gesehen und erlebt.

In verschiedenen geplanten Informationsabenden werden wir unsere Reiseerlebnisse gerne an alle Interessierte weitergeben!

B. Semlinger/ M. Kaim